Geschichte

Geschichte Des Landsitzes

Schon im Jahre 1241 n.C. ist das Gebiet von „Montemartano“ in einem Dokument von Federico II. zitiert, in dem die Schloesser und baeuerlichen Villen, die damals noch nicht der Befestigung dienten und unter die Jurisdiktion der Stadt Spoleto fielen, aufgefuehrt wurden.

Eine Reihe von Befestigungsanlagen, heute zum groessten Teil in Ruinen, befindet sich entlang der Strasse, die von Montemartano nach Spoleto hinunterfuehrt, vorbei an „Terzo la Pieve“, eine Etappe der roemischen, im Mittelalter viel benutzten, Strecke zwischen den „Monti Martani“ und der Stadt. Weiter suedwaerts liegt das Schloss von Uncinano. Nach dem Jahre 1200 wurde das Schloss in ein Kloster mit kleiner Kirche (heute nicht mehr vorhanden) umgewandelt.

Um das Jahr 1600 wurde das fruehere Kloster in Wohneinheiten fuer die Ansaessigen aufgeteilt. Dieser Landsitz ist in unmittelbarer Naehe des Schlosses erbaut und wahrscheinlich um 1700 erstmals wesentlich erweitert worden, basierend auf der mittelalterlichen Konstruktion. In der zweiten Haelfte des 19. Jahrhunderts wurde er dann von Don Cesare Marroni (Geistlicher der Lanfpfarre von Uncinano) ganz erneuert. Er hatte hier seinen Wohnsitz bis zum Erbau der neuen Kirche mit angeschlossenem Pfarrhaus. Der Bau der neuen Kirche in Uncinano, die viele Aehnlichkeiten mit der Basilika von Assisi aufzeigt, ist Don Cesare Marroni zu verdanken.

Im Jahre 1896 gewaehrte Leone XIII. Don Cesare den Nutzen der Landpfarre von Uncinano mit einem versiegelten Dokument, das noch heute im Landsitz aufbewahrt ist. Es gibt auch ein weiteres Dokument aus dem Italienischen Reich, von Umberto unterzeichnet, das diese Nutzung gueltig macht. In der gleichen Periode wurde Don Cesare zum „Monsignore“ ernannt. Typisch war die Restaurierung von Monsignore Marroni, der den Garten in Richtung Berge anlegte, mit einem herrlichen Panoramablick ueber die Landschaft. Der Monsignore wandelte gerne im Garten, den er von hinten betreten konnte, und der ihn durch seine Isolierung vom Ort zur Andacht anregte. Der Landsitz wurde dann in den dreissiger Jahren nach dem Tode von Monsignore ganz verlassen und ist spaeter, zusammen mit den umliegenden Laendereien, von Familie Anderlini gekauft und zum eigenen Wohnsitz umgebaut worden. Im Jahre 2006 wurde der Landsitz vollkommen restauriert nach antiken Vorlagen und in der Wiederherstellung eines typisch umbrischen Landsitzes – Backsteinfussboden, Kastanienholzgebaelk, Natursteinwaende. Die Erneuerungsarbeiten wurden 2009 abgeschlossen. Die Leitung liegt in den Haenden der Familie Anderlini.

[top]